Sandpirouetten und Prärie‑Percussion

Mitten in einer sandigen Ecke der Great Plains – ja, die gibt es, wenn man nur lange genug sucht oder sich einfach nicht an Geografie hält – tanzte das 24‑jährige blonde Mädchen über den Boden, als hätte jemand den Sand in ein persönliches Trampolin verwandelt. Bei jedem Sprung wirbelten kleine Staubwolken auf, die aussahen wie applaudierende Mini‑Geister.

Hinter ihr saß der Schlagzeuger, der sein Drumset nun halb im Sand vergraben hatte. Die Bassdrum stand so schief, dass sie bei jedem Schlag ein leises plopp von sich gab, als würde sie sich beschweren. Der Schlagzeuger tat aber so, als sei das alles völlig normal und trommelte weiter, als würde er ein Open‑Air‑Konzert für Kaktusbewohner geben.

Das Mädchen drehte sich, sprang, rutschte ein bisschen, fing sich wieder und tat so, als sei das alles Teil der Choreografie. Der Schlagzeuger setzte einen dramatischen Wirbel, verlor dabei fast einen Stick im Sand, fing ihn aber mit einer Bewegung, die eindeutig cooler aussah, als sie beabsichtigt war. Ein vorbeiziehender Windstoß blieb kurz stehen, überlegte, ob er mitmachen sollte, und entschied sich dann, einfach ein bisschen Sand dekorativ herumzuwehen. So entstand mitten im Nirgendwo eine Szene, die so herrlich sinnlos war, dass selbst die Sonne ein bisschen heller schien – vermutlich, weil sie lachen musste.